Bürgernähe und Wirtschaftlichkeit

Ein Fünf-Phasen-Plan stellt die Entwicklung eines gesamtheitlichen Bebauungskonzepts sicher. Damit wird den einzelnen Nutzern die grösstmögliche Unabhängigkeit und Planungssicherheit gewährleistet. Gleichzeitig wird mit dem Vorgehen den komplexen Abhängigkeiten und Gesamtzusammenhängen zwischen den einzelnen Organisationen und Ämtern Rechnung getragen. Lanciert wurde das Projekt vom Regierungsrat im Juli 2016. In einer ersten Phase sind die Grundlagen erarbeitet, Bedürfnisabklärungen vorgenommen, bisherige Studien herangezogen und die weiteren Entwicklungsprozesse definiert worden. Diese Phase ist abgeschlossen. Am 18. September 2019 wurde mit dem Testplanungsverfahren gestartet, für das der Landrat rund 695'000 Franken bewilligt hat.

Phase II

Testplanung

Mit dem Instrument der Testplanung werden zwei zentrale Anforderungen erfüllt. Erstens wird eine übergeordnete und gemeinsame Vorstellung für die Gestaltung und Nutzung des Areals Kreuzstrasse erarbeitet. Zweitens garantiert das Verfahren die Entwicklung optimaler Betriebs- und Funktionsabläufen zwischen den unterschiedlichen Nutzern. Das stellen drei Architekturbüros sicher, die in Zusammenarbeit mit dem Kanton und weiteren Akteuren konkrete Szenarien erarbeiten. Folgende Büros sind dafür ausgewählt worden: Christian Salewski & Simon Kretz Architekten GmbH Zürich, Graber & Steiger Architekten Luzern sowie Theo Hotz Partner AG Zürich. Die Testplanung besteht aus einer Startveranstaltung, zwei Zwischenbesprechungen und einer Schlusspräsentation. Von zentraler Bedeutung ist in der Testplanung die öffentliche Mitwirkung. Diese wird durch eine rund 20-köpfige Echogruppe – bestehend aus Areal-Nachbarn sowie Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Verbänden und Gesellschaft – sichergestellt. Mitwirken kann aber auch die Bevölkerung, sei es über die Homepage www.areal-kreuzstrasse.ch oder via Veranstaltungen, die im Rahmen des Verfahrens stattfinden. Sie sind also dabei, wenn es darum geht, in Nidwalden ein Zentrum für Sicherheit zu schaffen.

Die Ziele der Phase II sind:

  1. In Kooperation mit allen relevanten Akteuren, Fachplanern und unter Berücksichtigung der definierten Rahmenbedingungen mehrere Bebauungsszenarien in geeigneter Darstellungsform erarbeiten.
  2. Überarbeitung des geeignetsten Bebauungsszenarios für das Areal der Kreuzstrasse als Grundlage für einen Bebauungsplan und ev. ein Wettbewerbsverfahren.
Phase III

Bebauungsplan

Auf der Grundlage des Testplanungsresultats wird ein Bebauungsplan erarbeitet, welcher aus einem Planteil, den Sonderbauvorschriften und ergänzen- den Dokumenten (u.a. Richtprojekt) besteht. Der Bebauungsplan ist von den Gemeindeversammlungen der Gemeinden Stans, Oberdorf und Buochs zu beschliessen und vom Regierungsrat zu genehmigen. Die Wahl des angemessenen und geeignetsten Planungsinstruments wurde in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Amt für Raumentwicklung evaluiert. Der Bebauungs- plan ist im Vergleich zu einem wesentlich detaillierter ausgearbeiteten Gestaltungsplan ein behörden- und grundeigentümerverbindliches Planungsinstrument, welches die Umsetzung von übergeordneten Ideen zur Funktion und Gestaltung der Arealbebauung sichert und verbindlich definiert. Damit wird eine etappenweise Realisierung des Areals sichergestellt und den betroffenen Direktionen und Ämtern eine grösstmögliche Unabhängigkeit eingeräumt.

Die Ziele der Phase III sind:

  1. Erarbeitung des Bebauungsplans mit Richtprojekt auf der Grundlage der Testplanung, Sonderbauvorschriften, Planungsbericht und Fachplaner-Konzepte in Zusammenarbeit mit dem Planungsteam.
  2. Genehmigung eines Bebauungsplanes zur rechtlichen Sicherung der planerischen Vorgaben für die nachfolgenden Einzelprojekte und deren etappenweise Realisierung.
Phase IV

Architektur-Wettbewerbsverfahren

Die Ämter und Organisationen erhalten mit dem Bebauungsplan die Grundlage, auf der sie ihre einzelnen Projekte planen und realisieren können. Um die ortsbauliche und architektonische Qualität der einzelnen Projekte auf dem Areal sicherzustellen, soll pro Entwicklungsetappe ein Architektenwettbewerb oder ein Studienauftrag ausgeschrieben und durchgeführt werden.

Die Ziele der Phase IV sind:

  1. Die Evaluation und Prämierung eines Projekts, welches auf den Grundlagen und Vorgabe der jeweiligen Direktionen eine herausragende architektonische und funktionale Qualität mit einem entsprechenden Kosten-Nutzen-Verhältnis ausweist.
Phase V

Bauprojekt und Realisierung

Auf Basis der Siegerprojekte aus den einzelnen Architekturvergleichsverfahren werden die Projekte geplant und realisiert.

Die Ziele der Phase V sind:

  1. Eine effiziente und zielorientierte Planung und Realisierung der einzelnen Projekte unter dem Aspekt hoher Qualitätsansprüche und der Einhaltung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.