Areal Kreuzstrasse – Zentrum für Sicherheit

Auf dem 33'000 m2 grossen, kantonseigenen Areal Kreuzstrasse sind heute die Kantonspolizei, das Gefängnis, das Amt für Justiz, die Staatsanwaltschaft, das Verkehrssicherheitszentrum und das Strasseninspektorat angesiedelt.  
Viele der Gebäude sind alt und weisen erheblichen Erneuerungsbedarf auf. Sie entsprechen technisch und energetisch nicht den heutigen Anforderungen. So sind beispielsweise wichtige Gebäude für die Bewältigung eines Katastrophenfalls selber unzureichend gegen Erdbeben geschützt.

Nachhaltiges Zentrum für Sicherheit

Statt eines teuren Flickwerks will der Regierungsrat das ganze Areal von Grund auf neu planen. Damit sollen nicht nur bauliche Defizite, sondern auch funktionale Mängel in den Betriebsabläufen beseitigt werden. Um nur einige Beispiele zu nennen: nicht vorhandene Trennung zwischen Personaleingängen und öffentlichen Zugängen, fehlende Fluchtwege, Gebäude nicht behindertengerecht oder Gefangene sehen von den Zellen aus in Arbeitsräumlichkeiten der Polizei.

Die neuen Räume und Einrichtungen können von allen ansässigen Organisationen und Verwaltungseinheiten genutzt werden. Es wird unter anderem geprüft, ob auch die Stützpunktfeuerwehr, der Rettungsdienst, die Gerichte und weitere Teile der Verwaltung ihren Standort an die Kreuzstrasse verlegen. Das schafft Synergien und hilft, Kosten zu sparen. Geschaffen werden dadurch auch strategische Landreserven.

Die Entwicklung des Areals ist in fünf Planungs- und Realisierungsetappen gegliedert:

  • Phase I: Analyse der gegenwärtigen und zukünftigen Bedürfnisse des Raumbedarfs. Das Synergiepotenzial und Optimierungen der heutigen Flächen werden aufgezeigt. Diese Phase ist abgeschlossen.
  • Phase II: Drei Planungsteams erstellen in Zusammenarbeit mit dem Kanton konkrete Szenarien für die künftige Nutzung. Themen wie Mobilität, Freiraumgestaltung oder Energie werden ebenfalls berücksichtigt.
  • Phase III: Auf Basis der Ergebnisse der Testplanung wird ein Bebauungsplan erarbeitet. 
  • Phase IV: Der Bebauungsplan ist Grundlage für die Architektur-Wettbewerbsverfahren. Dabei werden die einzelnen Projekte auf dem Areal geplant. Gleichzeitig wird das Gesamtkonzept im Auge behalten.
  • Phase V: Die Siegerprojekte werden erkoren und umgesetzt. 

Sicherheit durch Weitsicht

Das Projekt Areal Kreuzsstrasse zeugt von Weitsicht. Mit der neu geplanten Anordnung der Gebäude und den Miteinbezug aller Bedürfnisse bei der Ausgestaltung der Bauten werden nach der Realisierung die Arbeitsabläufe effizienter und die Dienstleistungen gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern optimiert. Der Planungsprozess ist in allen Belangen transparent: Die Bevölkerung wird über Infoveranstaltungen, eine Echogruppe und weiteren Möglichkeiten, öffentliche Mitwirkungsverfahren und Abstimmungen direkt eingebunden. Kurz: Neben der Wirtschaftlichkeit sind der Mehrwert und die Erhöhung der Sicherheit für die Bevölkerung zentrale Elemente.